AfD– Propaganda Teil 2



Liebe Alternative für Deutschland AfD,

eure Strategien sind klug. Das muss man euch lassen. Allerdings nicht so klug, dass sie nicht durchschaut werden. 

Gestern gab es ja bereits unsere Propaganda-Lehrstunde Teil 1 zum Thema „Die Taktik der Massenmanipulation”. 
Heute folgt Teil 2 mit dem Schwerpunkt, wie nutze ich die erhaltene Aufmerksamkeit, um möglichst vielen Menschen das Gefühl zu geben, bei uns genau richtig zu sein. 

Also Björn Höcke hält eine Rede mit deutlich rechtspopulistischen Inhalten. Die Medien berichten, die Reaktionen unter euren Fans sind kontrovers. Natürlich wollt ihr sie alle gerne bedienen. Die Retronazis, die Nur-so-Besorgten, die Patrioten und die Mitläufer. Ihr seid ja schließlich für alle da, richtig?
Das geht aber nicht mit den Worten von Super-Höcke. Das ist euch auch klar. 

Also folgt Schritt 1:
Höcke macht sich zum Opfer der Lügenpresse, die ihn völlig falsch verstanden hat. Er hat ja nur die Wahrheit gesagt, steht zu seinen Worten. Den Holocaust will er jedoch nicht runtergespielt haben. Niemals.

Schritt 2:
Mitspieler gesucht, denn ganz alleine ist’s ja auch doof für den Super-Höcke. Da lässt sich doch jemand finden, der ihn unterstützt und beipflichtet, richtig? Richtig! Da gibt es ja noch Herrn Gauland, Lutz Bachmann 4, #Pegida und Beatrix von Storch beispielsweise. Zusammen bedienen Sie die Bedürfnisse der Retronazis:
Eine Politik wie damals, das wäre fein. 

Schritt 3:
Oje, könnten Wähler abspringen, weil sie keine Retronazis unterstützen möchten? Schnell müssen Distanzierungen her. Das machen Sauberfrau Dr. Frauke Petry und ihr Gatte Marcus Pretzell natürlich gerne. So, distanziert und gerettet. 
Nun sind alle glücklich. Richtig?

Nicht ganz. Wir hätten da noch ein paar Fragen:
Liebe AfD, wenn ihr doch die Distanzierung von Frauke Petry unterstützt und auf eurer Seite teilt, dann gehen wir davon aus, dass ihr einen Politiker wie Super-Höcke nicht in euren Reihen toleriert und aufs Schärfste verurteilt. Welche Konsequenzen folgen denn nun für unseren Musterschüler?
Oder ging es euch doch nur darum, möglichst alle zu bedienen?

Fragwürdige Grüße. 
Eure
#HoGeSatzbau