AfD und die Alleinerziehenden


Hallo AfD,

wir haben uns euer Wahlprogramm für die kommende Bundestagswahl mal genauer angesehen, denn ihr seid ja immer so traurig, dass niemand euch so richtig versteht. Dabei verfolgt ihr ja ganz hehre Ziele. Wie zum Beispiel dieses hier:

„7.3 Kinder brauchen beide Eltern: […]Trotz alarmierender Erkenntnisse über die Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung sprechen sich nahezu alle Parteien für eine bedingungslose Förderung Alleinerziehender aus. Eine Differenzierung, ob diese Lebenssituation schicksalhaft, durch Selbstverschulden oder auf Grund eigener Entscheidungen zustande gekommen ist, findet nicht statt. Die Entscheidung für die Lebensform „alleinerziehend“ ist Privatsache – für eine daraus resultierende Bedürftigkeit haftet jedoch die Solidargemeinschaft. 
Schwerwiegendes Fehlverhalten gegen die eheliche Solidarität muss bei den Scheidungsfolgen wieder berücksichtigt werden.” (S.37)

Ganz genau! Wo kommen wir denn hin, wenn sich jemand aus freien Stücken vom Partner trennt und dann auch noch das Sozialsystem unterstützend eingreift!? Das ist doch reine Privatsache!
Genauso, wie alt sein, arbeitslos sein und krank sein. 

Und ein „schwerwiegendes Fehlverhalten gegen die eheliche Solidarität” ist nun wirklich ein Grund, dass keinerlei Unterstützung mehr laufen sollte. Schließlich heiratet man ja beispielsweise auch, um eine Garantie auf ehelichen Beischlaf zu haben, den man sich jederzeit nehmen darf. Nicht wahr? Eheliche Solidarität und so. 

Oder haben wir euch jetzt wieder falsch verstanden?

Eheliche Grüße,
Eure
#HoGeSatzbau

Quelle:
afd.de/wp-content/uploads/sites/111/2017/05/2017-05-19_AfD-Bundestagswahlprogramm_Onlinefassung.pdf