+++Asef N. droht mit Anschlag+++


+++Asef N. droht mit Anschlag+++

Der 21jährige, illegal eingereiste, afghanische Flüchtling Asef N. droht: „In einem Monat bin ich eh wieder hier und bringe Deutsche um.“ 

Die Bezirksregierung nennt ihn unkooperativ, jahrelang hätte er systematisch getäuscht. Schließlich hat man ihn achtmal erfolglos aufgefordert, sich für seine geforderte „freiwillige” Rückführung einen afghanischen Pass zu beschaffen. Den zeigt er aber erst vor, als er nach Paragraf 25a des Aufenthaltsgesetzes eine Aufenthaltsgenehmigung beantragt. Denn laut diesem können gut integrierte Jugendliche, die seit vier Jahren geduldet hier leben und erfolgreich eine Schule besuchen, diese erhalten, wenn der Antrag vor Vollendung des 21. Lebensjahres gestellt wird. Abgelehnt, illegaler Flüchtling. 

Die Polizei sagt, gegen ihn werden derzeit „strafrechtliche Verstöße geprüft”. Krimineller Flüchtling. 

Also alles richtig gemacht:
Ein illegaler, mit Mord und Totschlag drohender, krimineller Flüchtling wird abgeschoben. 
Sagen zumindest viele Medien.
Das Netz kommt uns heute so dreckig, wie schon lange nicht mehr vor. 

Asef N. flüchtete mit 16 alleine aus Afghanistan. Schlägt sich durch, integriert sich, besucht regelmäßig die Schule, spricht gut Deutsch, ist fleißig, ehrgeizig, freundlich, will im Herbst eine Ausbildung als Schreiner beginnen und wird von seinen Mitschülern und Lehrern gemocht. 
Die Lage in Afghanistan ist nach wie vor angespannt, es darf nicht unbegründet abgeschoben werden. Es sei denn, es handelt sich um Straftäter oder Gefährder, oder man reist eben freiwillig wieder ab. Das tat er, trotz Aufforderung, nicht. Stattdessen wurde er zu einem Straftäter gemacht. Denn schließlich ist er am Mittwoch nicht freiwillig in den Streifenwagen eingestiegen und steht im Verdacht, „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte” geleistet zu haben, laut Polizei das Einzige, was gegen in vorliegt. 

Asef N., so absurd es klingt, wurde am schulischen Projekttag zu Vielfalt und Toleranz von der Polizei aus der Schule abgeholt, um abgeschoben zu werden. 

Was würden wir tun, als 21jährige, die Angst vor Krieg und Perspektivlosigkeit haben? Was würden wir tun, wenn wir alles getan hätten, um dem Leben hier gerecht zu werden, und nun dennoch mit dem Rücken an der Wand stehen?
Was würden wir unseren Kindern raten, zu tun?

Warum hat Asef N. wohl nicht mit den Behörden kooperiert? Weil er hier bleiben wollte! Weil hier sein Leben und seine Zukunft ist. Weil er alles dafür getan hat. Weil er wusste, dass die Wahrscheinlichkeit mit einem Pass steigt, dass er abgeschoben wird.
Wie kann man einen jungen Menschen so an die Wand stellen? Welcher andere Jugendliche, egal welcher Herkunft, hätte sich in einem solchen Moment nicht mit Händen und Füßen gewehrt?
Was gibt uns das Recht, so über ihn zu urteilen, ihn zu verurteilen, wie es derzeit geschieht?

Wer von euch würde kampflos in den Krieg zurückgehen?

#HoGeSatzbau

Quelle:
spiegel.de/lebenundlernen/schule/nuernberg-drohende-abschiebung-wer-ist-der-junge-afghane-asef-n-a-1150246.html