Höcke und der Holocaust


Mimimi Björn Höcke,

nun haben Sie aber wirklich ausreichend mit dem Fuß aufgestampft und geweint, weil niemand Ihren Satz mit dem „Denkmal der Schande” richtig verstanden hat. Dass auch immer alle darauf herumreiten müssen…

Aber wissen Sie was? Sie sollten die Ihnen gegenüber ausgesprochene Ausladung der Gedenkstätte Buchenwald für die Kranzniederlegung am morgigen Tag um 14:00 Uhr einfach nochmal durchlesen. Sie scheinen sie nicht verstanden zu haben. Stattdessen werden Sie bockig wie ein kleines Kind und verfassen eine offizielle Pressemitteilung als Antwort, in welcher Sie betonen:
„In den vergangenen Tagen habe ich wiederholt[…] darauf hingewiesen, daß ich das Holocaust-Mahnmal in Berlin nicht als Schande bezeichnet und das Gedenken an die Judenverfolgung niemals infrage gestellt habe.”
Nein Björn, so leicht ist es eben nicht. In der Begründung der Gedenkstätte stand kein Wort vom Denkmal der Schande, vielmehr geht es um diverse andere Inhalte Ihrer Rede, die Ihre trotzig angekündigte Teilnahme nahezu hämisch erscheinen lassen. 
Was bitte wollen gerade Sie auf einer Veranstaltung, die auf eine „dämliche Bewältigungspolitik” abzielt?

Wir möchten Ihnen vorschlagen:
Gehen Sie bis zum Tor der Gedenkstätte und vollziehen Sie dann statt einer „erinnerungspolitische[n] Wende” ein physische Wende um 180 Grad und gehen Sie nach Hause. Aber spucken Sie nicht noch ein weiteres Mal auf das Gedenken an die Opfer des Holocaust. 

Angewiderte Grüße. 
Ihre
#HoGeSatzbau

Zum Nachlesen: Antwortschreiben Höcke

landespressedienst.de/antwortschreiben-von-bjoern-hoecke-an-die-gedenkstaette-buchenwald/