Ignoranz vs. Aufmerksamkeit


Hallo Paul Schwenn von Bento,

wir lieben gut recherchierte Artikel und aufklärenden Journalismus. Allerdings sind uns beim Lesen Ihres journalistischen Beitrags so ein oder andere Sachen aufgefallen. 

Die Hooligans gegen Satzbau haben sich der deutschen Rechts-Schreibung (bitte hier die Rechtschreibung(!) beachten) verschrieben. 
Im Gegensatz zur Rechtschreibung, die sich rein mit orthographischen Sünden befasst, ist die sogenannte Rechts-Schreibung eine zunehmend um sich greifende Form der verbalen Verrohung in den sozialen Netzwerken. Sie ist geprägt von menschenverachtendem Inhalt, Gewaltakzeptanz und Beleidigungen. Oft gehen diese Merkmale mit einer Missachtung aller Grammatikregeln einher, was eine Verbindung zur Rechtschreibung schafft. 
Rechts-Schreibung findet sich in allen politisch extremen Lagern, bevorzugt jedoch im rechten Spektrum, wieder. Sie ist ein übergreifendes Gesellschaftsphänomen und zunehmendes Problem.

So richtig problematisch wird die sogenannte Rechts-Schreibung vor allem dann, wenn man wie Sie agiert:
„In den meisten Fällen ignoriere ich solche Äußerungen, weil ich zu faul zum Antworten bin.[…] Ich bin mir im Klaren darüber, dass auch meine Trägheit ein Grund dafür ist, dass Rechte die Meinungshoheit auf vielen Social-Media-Plattformen übernommen haben.”

Das nämlich nennen wir gefährliche Ignoranz. Diese Ignoranz ist der Grund, warum wir uns aktiv der Begegnung von Rechts-Schreibung widmen. Wir möchten Menschen wie Sie motivieren, ins Gespräch zu gehen, nicht kritiklos über Hass hinwegzustolpern und blind so zu tun, als hätten sie nichts gelesen. 

Sie üben Kritik an unserer Vorgehensweise, „Nach der öffentlichen Demütigung setzten die selbsternannten Sittenwächter zum finalen Stoß an”, ohne sich mit unserer Arbeit auseinandergesetzt zu haben. 
Wir korrigieren ausschließlich öffentliche Posts von sogenannten „Personen öffentlichen Lebens”, Seiten und Meinungsmachern, die sich selbst in die Öffentlichkeit begeben. Der „Demütigung” setzen sie sich selbst mit ihren eigenen Worten aus. Wir weisen lediglich darauf hin. 

Gut recherchierender, faktenbasierender Journalismus und Zivilcourage ist das, was es heute in den sozialen Netzwerken bedarf. 

Wenn Sie mehr Informationen zu unserer Arbeit benötigen, besuchen Sie gerne unsere Webseite HoGeSatzbau.de, oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf. 

Beste Grüße 
#HoGeSatzbau

Quelle:
bento.de/politik/facebook-warum-man-hasskommentare-mit-rechtschreibfehlern-nicht-laecherlich-machen-sollte-1404117/?token=2wLgX21hI7zd7Gnj~H9waFvgLhR5a7xu