Vaterlandsretter in Charlottesville


In Charlottesville demonstrieren mehrere tausend Ultra-Rechte, verkünden laut die Exzellenz der weißen Rasse gegenüber allen anderen und betonen ihre überragende Kultur. Es gibt einen Feind und Kulturgefährder. Das ist der Andere, der Afroamerikaner zum Beispiel, oder die bösen Linken. Am Ende gibt es mehr als ein Dutzend Verletzte und eine Tote. Die 32jährige Heather Heyer wurde von einem 20jährigen wütenden Rassisten, der mutwillig in die Gegendemonstration raste, überfahren.

Aber das ist ja nur Amerika, weit weg. Die sind da eh ganz extrem. Das würde bei uns nicht passieren. Niemals. 
Wollen wir wirklich abwarten, ob es bei uns so weit kommen kann, ob der Hass gegen Muslime hier soweit führen kann, wie der Hass gegen Afroamerikaner dort und ob unsere Wutbürger vielleicht irgendwann doch keine Lust mehr haben, nur noch friedlich spazieren zu gehen?

Der Grundstein ist immer das, was vorher gelegt wird, der Hass, der gesät wird, der sich manifestiert, sich in den Köpfen einbrennt und zur Normalität wird.

„“Wir erfüllen seine (Anm.: gemeint ist hier Trump) Versprechen“, sagte zum Beispiel der frühere Ku-Klux-Klan-Anführer David Duke: „Dafür haben wir ihn gewählt, weil er uns unser Land zurückgeben will.

Wer nicht widerspricht, stimmt stillschweigend zu.

#HoGeSatzbau

Quellen:
sueddeutsche.de/politik/rechtsextremen-aufmarsch-in-charlottesville-von-rassisten-zusammengeschlagener-mann-will-gerechtigkeit-1.3627748

zeit.de/amp/politik/ausland/2017-08/donald-trump-charlottesville-reaktion-weisses-haus-klarstellung